|
Definition
Die Chiropraktik ist eine
über 100 jährige ganzheitliche Heilmethode
und befasst sich therapeutisch mit Krankheiten, denen
Störungen der Statik und Dynamik des Bewegungsapparates
zugrunde liegen.
Die
Behandlung beseitigt Kommunikationsstörungen
im Nervensystem durch genau dosierte mechanische Impulse
(Manipulationen) und bewirkt eine Wiederherstellung
des Gleichgewichts der Energieströme. Dabei können
nebst der direkten Wirkung auf die mechanischen Beschwerden
indirekt auch Störungen innerer Organe günstig
beeinflusst werden (somatoviszeraler
Reflex).
Dieses Gebiet ist noch wenig
erforscht. Es ist jedoch klar, dass Wirbelsäulenbeschwerden
pathologische Zustände an inneren Organen auslösen
oder zumindest verstärken können. Um dieses
Potenzial der chiropraktischen Behandlung wissenschaftlich
zu objektivieren, wird (vor allem in den USA) seit geraumer
Zeit geforscht und publiziert.
Relativ gut dokumentiert ist der Einfluss der chiropraktischen
Behandlung auf prämenstruelle Beschwerden und auf
infantile Koliken (Dreimonatskrämpfe).
Das therapeutische Arsenal des
modernen Chiropraktors ist jedoch bei weitem nicht auf
die Manipulation beschränkt. Wenn nötig wird
die Behandlung durch Massnahmen ergänzt, welche
die Funktionstüchtigkeit unseres Bewegungsapparates
weiter verbessern und längerfristig stabilisieren:
muskuläre und reflektorische Behandlungsmethoden,
physiotherapeutische Anwendungen, kraniale Behandlungstechniken,
Kinesiologie, orthopädische Hilfsmittel, Gymnastikinstruktionen
sowie Beratung in Bezug auf Lebensweise, Ergonomie oder
Ernährung.
|