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F: Warum „knackt“ es manchmal bei der chiropraktischen Behandlung?

A: Der Patient hört bei der raschen, mit einem genau dosierten Impuls ausgeführten chiropraktischen Behandlung oft ein Knacken. Das ist wohl das bekannteste Merkmal unseres Berufes. Es ist wichtig zu wissen, dass das Geräusch nicht vom Knorpel oder vom Knochen herrührt, sondern von suspendiertem Gas, das aus der Gelenkkapsel in den Gelenkraum gelangt: Durch den Impuls auf das Gelenk wird der Gelenkinnenraum für Sekundenbruchteile erweitert. Die dadurch entstehende Verminderung des Gelenkinnendrucks verwandelt Teile der Gelenkflüssigkeit in einen gasförmigen Zustand. Das Gas wird dabei implosionsartig in den Gelenkspalt gezogen und erzeugt ein in der Regel schmerzloses Knacken.

 

Die chiropraktische Manipulation bewirkt, dass blockierte Gelenke wieder beweglich werden (mechanischer Effekt). Durch den Impuls auf die Gelenkkapsel werden Rezeptoren stimuliert, die im Rückenmark zur Ausschüttung von schmerzstillenden Substanzen führen, die verkrampfte Muskeln lösen und Sensibilitätsstörungen auf der Haut beseitigen können (neurophysiologischer Effekt).

 

Da die chiropraktische Manipulation einen Eingriff in die neurophysiologische Integrität des Körpers darstellt, sollte diese Behandlung nur von Chiropraktoren, die bei der schweizerischen Chiropraktorengesellschaft SCG registriert sind oder von speziell dafür ausgebildeten Aerzten durchgeführt werden.