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Spannungskopfschmerzen (Management, Tipps)

Der Spannungskopfschmerz gehört zu den häufigsten Kopfschmerzen in unserer modernen Gesellschaft. Einer der Hauptgründe dafür ist die massive Zunahme von Computerarbeitsplätzen, Internet und Computerspielen. Aus diesem Grund treten Spannungskopfschmerzen sowie Nacken- und Schulter-Armbeschwerden auch immer mehr bei jungen Leuten und sogar bei Schulkindern auf. Wir liefern Tipps wie dies vermieden werden kann und erklären, welches Management der Chiropraktor vorschlägt.

Bei zum Teil stundenlangen falschen Haltungen (am Bildschirm) muss der (mehrere Kilogramm schwere) Kopf durch lange (oberflächliche) und kurze (tiefe) Muskeln stabilisiert werden. Die langen Muskeln kommen aus dem Schulter- und dem mittleren Wirbelsäulenbereich, die kurzen tief liegenden Muskeln verbinden die einzelnen Halswirbel mit dem Hinterkopf und steuern die Bewegungen der Halswirbelsäule. Dabei gelangen besonders diese kleinen Muskeln schnell einmal an ihr Limit und beginnen sich, früher als die Muskeln im Schulterbereich, zu verkrampfen. Die Folge: erhöhter Druck auf die Halswirbelgelenke und damit auf die hochsensiblen Gelenkkapseln. Diese Störung wird dem Nervensystem weitergeleitet, wobei (reflektorisch via zentrales Nervensystem) die Verspannung noch mehr verstärkt wird. Dies ist der Beginn eines Teufelskreises mit Schmerzen ausgehend von Muskulatur und Gelenk, wobei oft auch noch zusätzlich entzündliche Reizungen im Bereich der Muskel- und Sehnenansätze und der Knochenhaut (Ansatzstelle der verspannten Muskulatur) entstehen können.

 

Definition:

Man spricht dann von Spannungskopfschmerzen wenn der Schmerz ein- oder beidseitig vom Nacken zum Hinterkopf und/oder Schläfen, Stirn und Augen ausstrahlt, im übrigen aber kein organischer Befund vorhanden ist. Beim Spannungskopfweh treten im Gegensatz zur klassisch einseitig auftretenden Migräne keine vegetativen Symptome wie Augenflimmern, Uebelkeit, Erbrechen oder Licht/Lärmempfindlichkeit auf.

Tipps: Wie kann man Spannungskopfweh verhindern?

  • Häufig Haltung wechseln (Entlastung der angespannten Muskulatur)
  • Uebermüdung durch Aufstehen und Entspannungsübungen vorbeugen
  • Pult- und Stuhlhöhe richtig einstellen (meist ist der Stuhl zu tief!)
  • Bei Bildschirmarbeit PC gerade vor sich einrichten.
  • Beim Lesen oder bei Schreibarbeiten Schräg- oder Stehpulte vorziehen.
  • Sitzhilfen benutzen, wobei auch hier der Grundsatz gilt: die bestem Sitzhilfen wie Keil, Sitzball, Sitzballkissen nützen nichts wenn sie über allzu lange Zeit gebraucht werden. Darum gilt auch hier: häufig Position wechseln!
  • Zuhause: Kräftigungs- und Dehnungsübungen durchführen, nicht auf dem Bauch schlafen, Orthopädisches Nackenkissen verwenden (Seiten- und Rückenlage bevorzugen). Mehr zu den Kissen im Kapitel Ergonomie.

Chiropraktisches Management:

  • Behandlung der blockierter Gelenke. Durch die verbesserte Gelenksbeweglichkeit werden die reflektorischen Nervenimpulse an das Nervensystem unterbunden.
  • Behandlung der schmerzhaften und verspannten Muskulatur (hier gibt es wie im Kapitel "Behandlung" beschrieben verschiedene Möglichkeiten)
  • Analyse der auslösenden Faktoren. Lösungsvorschläge werden mit dem Patienten besprochen.