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Die Chiropraktik ist ein
faszinierender und vielfältiger Beruf, bei
dem nebst intellektuellen in grossem Ausmass auch
manuelle Fähigkeiten gefragt sind. Selbständigkeit,
Organisationssinn, Mitgefühl und der Wille
anderen, selbst in ausweglos erscheinenden Situationen,
zu helfen, sind weitere wichtige Voraussetzungen
für diesen, in der Schweiz noch nicht sehr
verbreiteten Beruf. Zur Zeit praktizieren gut
200 Chiropraktorinnen und Chiropraktoren in der
Schweiz.
STUDIENINHALT:
Grundsätzlich entspricht
das Studium der Chiropraktik einem Medizinstudium,
wobei die pharmakologische und chirurgische Ausbildung
grösstenteils durch das chiropraktische Fachstudium
ersetzt wird. Dieses sieht grob wie folgt aus:
Grundwissenschaften
(ca. 1460 Std.) wie Biochemie, Histologie, Embryologie,
Genetik, allgemeine und klinische Mikrobiologie,
Anatomie (inkl. Sezieren),Neuroanatomie, Physiologie,
Neurophysiologie, Immunologie, allgemeine und
spezielle Pathologie, Biomechanik, Ernährungslehre,
Pharmakologie etc..
Klinische Wissenschaften
(ca. 2000 Std.): Diagnostik und Differentialdiagnostik,
Laboranalytik, Radiologie Orthopädie, Neurologie,
Rheumatologie, Pädiatrie, Geriatrie, Dermatologie,
Berufsethik, um nur die Wichtigsten zu nennen.
Mehr Details unter
www.wschiro.edu.
Chiropraktik: Philosophie,
Techniken, Therapien. Vermittlung von klinischer
Erfahrung (ca. 1400 Std.) an der Studentenklinik
(jede Uni hat eine sogenannte Junior Clinic, wo
sich die kranken oder verletzten Studenten behandeln
lassen) und danach an einer Poliklinik für
Chiropraktik unter Anweisung und Ueberwachung
eines erfahrenen Klinikleiters.
Das erfolgreiche Studium
wird mit der Verleihung des Titels "Doctor
of Chiropractic" (DC) abgeschlossen, der
nur in Nordamerika rechtsgültig ist, in der
Schweiz aber anerkannt ist.
STOFFPLAN:
Die Ausblidung zum Chiropraktoren
ist sehr anspruchsvoll. Überzeugen Sie sich
selbst indem Sie den Stoffplan
der interkantonalen Chiropraktorenprüfung
(117 KB PDF Datei) anschauen.
AUSBILDUNG:
(8 Schritte)
1. Schritt:
Erlangung der kantonalen
oder eidgenössischen Maturität und bestandener
TOEFL-Test (Test of English as a Foreign Language).
2.Schritt:
Bestandenes erstes medizinisches
Propädeutikum, welches von den Universitäten
in den USA und Kanada anerkennt wird. Anmeldung
an einer amerikanischen oder kanadischen Universität
für Chiropraktik, welche wiederum vom EDI
anerkannt sein muss. Danach erfolgt ein Qualifikationsschreiben
der SCG, das die endgültige Voraussetzung
zum Studium in den USA regelt.
3.Schritt:
Zehn akademische Semester
Chiropraktik-Studium an einer von der Schweiz
anerkannten Uni in den USA oder Kanada mit erfolgreichem
Abschluss.
4.Schritt:
Bestandenes interkantonales
Staatsexamen (1.Teil) für Chiropraktoren
am Unispital Balgrist in Zürich.
5.Schritt:
Zwei- bis dreijährige
Assistenzzeit bei einem lizenzierten Chiropraktor,
obligatorische Weiterbildung mit Kursen am Schweizerischen
Chiropraktik Institut in Bern sowie eine mehrmonatige
obligatorische Unterassistenz an einer rheumatologischen
oder orthopädischen Universitätsklinik
in der Schweiz.
6.Schritt:
Klinische Abschlussprüfungen
(2. Teil interkantonales Examen) unter Aufsicht
der SDK mit interkantonalem Diplom. Das Diplom
(Dr. der Chiropraktik) befähigen zum selbständigen
Ausüben des Berufes in der Schweiz.
Die Expertenkommission
besteht dabei bei beiden Teilen der Staatsexamen
paritätisch aus Universitätsprofessoren,
Aerzten und Chiropraktoren.
7.Schritt:
Erfolgreiches bestehen
der eidgenössischen Strahlenschutzprüfung
unter Aufsicht des Bundesamtes für Gesundheit
BAG zum Betrieb einer eigenen Röntgenanlage.
8.Schritt:
Jährliche obligatorische
Weiterbildungen sind seit jahrzehnten Bestandteil
der Verträge mit Sozialversicherungspartnern
(Krankenkassen, Unfallversicherungen und Militärversicherung).
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